Fristen

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Jeder Unternehmer hat Fristen und Termine für Meldungen an das Finanzamt einzuhalten. Welche das sind werden hier erläutert.

Grundlagen

Der Einnahmen – Ausgaben Rechner muss sich an verschiedensten Fristen orientieren:

  • Das Kassabuch ist taggenau zu führen.

Bei der Führung des Kassabuches mit Bestandsverrechnung ist täglich ein Anfangs- und Endsaldo zu bilden.

  • Das Bankbuch ist, sofern es geführt wird, spätestens monatlich auf den neuesten Stand zu bringen.
  • Das Wareneingangsbuch muss immer spätestens monatlich aktuell gehalten werden.
  • Das Anlagenverzeichnis ist spätestens jährlich für die Berechnung der Abschreibung für Abnutzung (AfA) zu aktualisieren.

Grundsätzlich empfiehlt es sich die Führung der Aufzeichnungen täglich aktuell zu halten.

In der Kommunikation mit dem Finanzamt müssen weitere Fristen eingehalten werden. Diese sind je nach Art und Kommunikation mit dem Finanzamt unterschiedlich:

Umsatzsteuervoranmeldung

Die UVA ist grundsätzlich monatlich (für Kleinunternehmer pro Quartal) abzugeben. Dies hat immer spätestens am 15. des zweitfolgenden Monats zu geschehen. Sowohl die Meldung der UVA als auch die in der UVA enthaltenen zu bezahlenden Beträge sind an diesem Tag fällig. Beispiel:

Die UVA in der Höhe von 580 EUR für den Monat Mai ist am 15. Juli zu entrichten.
Ist der Betrag zur First nicht auf dem Finanzamt - Konto eingegangen, muss ab einem Betrag von 726,73 EUR ein Säumniszuschlag bezahlt werden

Grundsätzlich ist die UVA per Internet direkt beim Finanzamt abzugeben. In begründeten Ausnahmefällen ist noch der alte Weg des ausgefüllten Formulars (U30) erlaubt.

Zusammenfassende Meldung

Die ZM ist, analog zu UVA, monatlich oder vierteljährlich an das Finanzamt zu übermitteln. Seit 2010 ist die Standardvariante der Meldung in elektronischen Form über FinanzOnline. Nur in begründeten Ausnahmefällen kann ein Formular direkt beim Finanzamt beantragt und abgeholt werden.

Die Übermittlung hat bis zum Ende des Folgemonats, in dem die Warenlieferung oder Leistung durchgeführt wurde, zu erfolgen.

Beispiel:

ZM für Lieferungen und Leistungen im Jänner
Übermittlung in elektronischer Form: spätestens am 28 Februar

Sollte keine innergemeinschaftliche Lieferung oder Leistung in einem Meldungszeitraum durchgeführt worden sein kann eine Leermeldung unterbleiben.

Umsatzsteuererklärung und Einkommenssteuererklärung

Die Enderklärung aller Umsätze, sowie des Einkommens ist grundsätzlich bis Ende April des Folgejahres abzugeben. Die Abgabe in elektronischer Form ist bis Ende Juni durchzuführen.

Grundsätzlich gilt: Erst ab einer Überschreitung des 30. Septembers des Folgejahres werden Säumnisbeträge (Anspruchsverzinsung) an den Steuerschuldner ausgewiesen. Dies wird auch bei Steuergutschriften berechnet und berücksichtigt.

2010

Für die Einkommensteuererklärung und Umsatzsteuererklärung für 2010 gilt:

  • Einreichung in Papierform grundsätzlich der 30. April 2010
  • für Erklärungen, die online eingereicht werden, gilt der 30. Juni 2010

für Steuerpflichtige, die von einem Steuerberater vertreten werden, gilt:

  • ohne Anspruchsverzinsung: der 30. September 2010
  • mit Anspruchsverzinsung *: 31. März 2011 (bzw. in Ausnahmefällen der 30. April 2011)
  • Anspruchsverzinsung ist die Verzinsung der Steuernachzahlungen bzw. -guthaben zwischen 30. September 2010 und dem Einreichtag.

Siehe auch